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Paul-Oskar Seese

Paul-Oskar Seese

* 30. April 1927 in Sternberg; † 6. November 2013 in Parchim

( aus einer Rede von Eckhard Bergmann )

Ich male seit ich einen Stift halten kann sagte man mir,als ich erwachsener wurde hörte ich etwas auf damit und begann dann 1977 wieder intensiver zu malen als ich 1983 wieder nach Parchim zog  war ich schon länger unzufrieden mit dem was ich / wie ich malen konnte – ich hörte von einem Zirkel für Erwachsenen – wem verwundert es, dieser wurde von Paul-Oskar Seese geleitet. Ich lernte einen ruhigen gütigen Pädagogen kennen, der es hervorragend verstand einen vorhandenen Funken zur lodernden Flamme zur bringen. Ich lernte bei Ihm einiges über Farbenlehre und Komposition, ich lernte mutig zu sein und zu Übertreiben und ich lernte es die Malerei, die Kunst, Kultur als Lebensinhalt zu empfinden.

Zu zwei der Dresdner Kunstausstellungen organisierte Paul-Oskar Seese eine Parchimer Exkursion.In Dresden bewohnten wir gemeinsam ein Zimmer und redeten viel miteinander, vor allem über Kunst. (seit dieser Zeit durfte ich ihn Oskar nennen) Oskar war nicht nur Anleiter und Motor für Kunstinteressierte sondern auch Organisator er organisierte Ausstellungen, Kunstfeste, Zirkel usw. Ich glaube mich zu erinnern, dass er auch noch einen Chor geleitet hat.

Oskar hatte damals viele Visionen, was man alles in Parchim machen müsste. – machen müsste um mehr Menschen an die Kunst heranzuführen und ihnen Kreativität zum Bedürfnis zu machen …

Er sprach mit mir über Ideen ein Kreativhaus in Parchim zu errichten oder ein Ausstellungshaus. Als im März 1989 die LPG in der Lübzer Chaussee 7 den als Pferdestall genutzten Teil frei machte und mein Vater mir überließ damit etwas anzufangen, lag es nahe einen kleinen Teil von Oskars Ideen zu verwirklichen.

Anfang August 1990 war es dann soweit – ich eröffnete die Erste Ausstellung in dieser Galerie, mit den Teilnehmern aus Oskars Zirkel und natürlich mit Bildern von Paul Oskar Seese. Übrigens das Schild Galerie hat Oskar damals geschnitzt.

was ich an seiner Kunst so schätze?:

–       Das sie so ausdrucksstark ist

–       Das sie so Mutig in der Farbe ist

–       Das sie professionell gemalt ist (Ja, sagte mal einer seiner Kollegen als er einem Freund in der Galerie Oskars Bilder zeigte – der Oskar der kennt alle Tricks.)

–       Das sie so menschlich ist

Ich müsste Ihnen auf jeden Fall erzählen, was ich an diesem Mann so schätze:

–       Das er andere begeistern konnte – das er sie für eine gute Sache begeisterte

–       Das er viele Menschen in seinem Umfeld, seine Schüler und seine Zirkelteilnehmer auf dem Weg zum Künstler zum Kunsterzieher oder zum Kunstliebhaber gebracht hat

–       Das er sehen konnte – ja das sehen kommt vor dem Malen, sagte er. Wer nicht sehen kann wird nie gut malen können. Ein Beispiel für sein „sehen können“ finden sie im Garten in der Lübzer Chaussee 7. – Er hat eigentlich nicht viel gemacht mit dem Holz – er hat es nur gesehen und er wollte das wir es auch sehen.

–       Das er nicht stehen blieb- sondern immer wieder etwas Neues versuchte

–       Ja und er hatte Geduld, Geduld dabei andere anzuleiten, es gelang ihm Menschen durch Forderung zu fördern

Da Oskar nicht mehr unter uns sein kann, haben wir in seiner Kunst die Möglichkeit zu fühlen wie er die Welt sah.

Oskar war der erste dessen Bilder in der Galerie ebe hingen. Seine Bilder hingen sechs Mal in der Galerie ebe in Ausstellungen – und mein Wunsch ist das noch einige Ausstellungen in Parchim von Oskar zu sehen sein werden.

Leider konnten die Erben sich nicht entschließen, seinen Nachlass in Parchim zu lassen. Jedoch gibte viele denen die Bewahrung von Oskars Kunst so wichtig ist. Das sich unsere Sammlung laufend durch spenden erweitert

Biografie

Paul-Oskar Seese 

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs geriet er in der Nähe von Tarent in britische Kriegsgefangenschaft. Hier in Italien wurde er von einem Kunstmaler entdeckt und gefördert. Durch die süditalienische Landschaft fand er Inspiration und begann zu malen.

Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft verdiente er seinen Lebensunterhalt als freischaffender Künstler. 1951 zog er in die Nähe von Parchim und wurde Kunsterzieher an der Dobbertiner Schule. Er absolvierte ein Lehrerstudium und ein Kunsterzieherstudium in Erfurt.

Seitdem beeinflusste er durch sein Wirken als jahrzehntelanger Künstler und Lehrer mehrere Generationen. Aus einem von ihm geleiteten Künstlerzirkel auf dem Gebiet des bildnerischen Volkskunstschaffens entwickelte sich 1991 der Amateurverein Bildende Kunst e.V. in Parchim.

Obwohl er seit 1992 pensioniert war, leitete er lange Zeit Kurse zur Malerei und anderen Feldern der bildenden Kunst. Er arbeitete mit vielfältigen Techniken und Materialien in einer Fülle stilistischer Varianten des realistischen Expressionismus. Thematisch fand Seese immer wieder zur Landschaftsdarstellungen, die in ihrer Authentizität zu Dokumenten des Wandels Mecklenburgs wurden.

Er erhielt 1967 den Kunstpreis der DDR und 2002 den Kunst- und Kulturpreis des Landkreises Parchim.

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